Schüssler Salze

50 Jahre nach Hahnemann entwickelte Dr. Wilhelm Schüssler (1821-1891) seine abgekürzte Therapie mit homöopathisch aufbereiteten anorganischen Salzen.

Vorteile der Schüsslersalz-Therapie:

  • sie liefert wichtige anorganische Stoffe
  • ist für Groß und Klein geeignet
  • ist eine sanfte Therapie
  • leicht erlernbar (Schüsslersalz-Ausbildung siehe unter Seminare)

Was ist die Schüsslersalz-Therapie?

Dr. Wilhelm Schüssler erkannte den Zusammenhang zwischen Krankheiten und Mineralstoffen. Die 12 Mineralsalze seien unerlässlich für die Funktion der Zellen. Sie seien sowohl am Aufbau, an der Ernährung und auch am Abbau der Zelle beteiligt. Jede Krankheit führe zu einem Mineralstoffmangel in den Zellen, der durch Zuführung des jeweiligen Salzes in potenzierter Form wieder behoben werden könne.
Die Behandlung mit Schüsslersalzen ist eine sanfte Behandlungsmethode, die ein breites Wirkspektrum hat. Diese anorganischen Salze heißen auch Funktionssalze, da sie auf die Funktion unserer Organe einwirken. Schüsslersalze werden zur Behandlung akuter Erkrankungen also auch zur Linderung chronischer Erkrankungen eingesetzt. Die Salze sind vorbeugend oder als Kur einsetzbar und sind – so wie Schüssler es wollte – für den Laien leicht erlernbar. (Schüsslersalz-Ausbildung siehe „Seminare“)

Antlitzdiagnostik von Kurt Hickethier

Die Antlitzdiagnose wird auch als Sonnerschau beschrieben. Sie geht auf Dr. Kurt Hickethier zurück (1891 – 1958), der sich aufgrund seiner eigenen chronischen Erkrankung mit der Schüsslersalztherapie befasste. Er war von den Salzen und ihrer Wirkung so beeindruckt, dass er die Antlitzdiagnose von Dr. Schüssler weiter entwickelte. Er analysierte über 10 Jahre die Haut vieler Menschen und eröffnete schließlich 1926 eine Kurklinik: das erste deutsche Biochemisches Kurhaus.
Hickethier entwickelte eine Methode, bei der ein Mangel eines Mineralsalzes im Gesicht abgelesen werden kann. Bevor also ein Mineralstoffmangel im Körper zu weiteren Schäden führt, zeigt sich dies häufig im Gesicht. Dabei ist besonders auf bestimmte Falten, Farbe und Beschaffenheit der Haut, Glanzbildung, Äderchen, Zunge etc. zu achten.
Da es schwierig ist, einen frühen Mangel zu erkennen, sollte die Haut ungeschminkt und frei von Cremes und Schminke sein. Außerdem sollte das Licht optimal sein, so dass das Gesicht gut beleuchtet ist. Genaue Strukturen und Verfärbungen sollten erkennbar sein, um die Antlitzdiagnose gut durchführen zu können.

Es ist jedoch empfehlenswert, eine Blutanalyse mit in die Diagnose einzubeziehen. Hier können sich weitere Defizite abzeichnen, die für die Behandlung mit Schüsslersalzen sinnvoll sein kann. Eventuelle Ursachen und Begleiterkrankungen können festgestellt werden und somit kann dann auch eine fachgerechte Behandlung erfolgen.

Geschichte der Schüsslersalze

Dr. Schüssler war ein begeisterter Anhänger der Homöopathie, war aber auch interessiert an wissenschaftlichen Darstellungen und Forschungen. Inspiriert durch Rudolph Virchow („Das Wesen der Krankheit ist die pathogen (krankhaft) veränderte Zelle“) und Jakob Moleschott („Die Krankheit der Zelle entsteht durch den Verlust an anorganischen Salzen“) fand er bei seinen Untersuchungen des Gewebes und des Blutes 12 anorganische Salze. Diese waren seiner Meinung nach die wichtigsten Nährstoffe für die Zelle. Der Mineralstoffhaushalt der Zelle sollte ausgewogen sein. Wenn der Köper jedoch krank machende Stoffe abwehren muss, werden Mineralstoffe verbraucht. Diese Zellabwehr kann letztendlich zu einem Mangel an diesen Stoffen führen. Und wenn dort ein Mangel herrsche, entstünde dort Krankheit.

Wirkweise und Regulation

Schüssler ging davon aus, dass der Mineralstoffmangel in den Zellen nicht entsteht, weil in der zugeführten Nahrung zu wenig dieser Stoffe war, sondern er ging von einer Verteilungsstörung in den Zellen aus. Die Zellen seien gar nicht in der Lage, diese Stoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Durch den Reiz der Potenzierung jedoch würde diese Verteilungsstörung behoben und die Salze würden ihren Bestimmungsort, nämlich die kranke Zelle, erreichen.

Manche Patienten wurden sich:“ Wieso habe ich immer noch Wadenkrämpfe, obwohl ich schon seit Wochen Magnesium aus der Apotheke einnehme?“ Mit Hilfe des potenzierten Schüsslersalzes Magnesium phosphoricum ist der Körper in der Lage,  das Calcium dorthin zu bringen, wo es benötigt wird.

Einnahme

Die Schüsslersalze – ob Globuli oder Tabletten –  sollten eine Zeit lang im Mund verweilen. Dadurch können die Salze über die Schleimhäute des Mundes und des Rachens aufgenommen werden und sofort den Zellen zugeführt werden.

Dosierung

Bei akuten Erkrankungen sollten alle 2 Stunden 2 Tabletten des benötigten Salzes eingenommen werden. Bei einer chronischen Behandlung erfolgt die Einnahme mit 3 bis 4 mal täglich 2 Tabletten.

Wichtig: Nach Schüssler sollte jedes Mineralsalz einzeln und zeitversetzt eingenommen werden.