Ernährung & Stoffwechselaktivierung

Nahrung als Medizin

Ernährung ist in der täglichen Praxis ein wichtiges Thema. Bei fast allen Erkrankungen, wie Neurodermitis, Autoimmunerkrankungen, Leaky gut, Krebs oder Hormonstörungen, ist ein dauerhafter Therapieerfolg nur unter Berücksichtigung der Ernährung möglich. So wie ein Motor nur mit einem bestimmten Treibstoff perfekt arbeitet, ist es auch für die Körperzelle wichtig, die geeigneten Nahrungsmittel – also Brennstoffe – zu erhalten.

Übergewicht hat viele Ursachen

  • falsche Ernährung (zu viele Kohlenhydrate, zu viele gesättigte Fettsäuren, zuckerhaltige Getränke, Alkohol, Fast Food etc.)
  • Bewegungsmangel
  • Übersäuerung
  • seelische Ursachen (Stress, »Frustessen«, Ängste, Ärger, Stress)
  • körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion sowie Diabetes,
  • hormonelle Dysbalance (Wechseljahre, Schwangerschaft)
  • Medikamente (Kortison, Antidepressiva, Antidiabetika, Betablocker, Pille)
  • Diabetes
  • Erbanlagen

Abzunehmen und das gesunde Wohlfühlgewicht zu erlangen, ist – wenn keine massiven körperlichen Erkrankungen vorliegen – eine Frage des Stoffwechsels und der Psyche.

    Stoffwechsel

    Viele Menschen nehmen wenig zu sich, aber nehmen einfach nicht ab. Oft essen sie zu wenig von den Lebensmitteln, die ihr Körper braucht, um die für die Verdauung entscheidenden Hormone in der richtigen Menge zu produzieren. Die Folge: ein träger Stoffwechsel und damit Gewichtszunahme.

    Psyche

    »Iss doch einfach weniger!« – So einfach ist das nicht! Jeder kennt das Phänomen, dass man eigentlich satt ist, aber trotzdem weiter isst. Weil es einfach schmeckt! Oder weil man in fröhlicher Runde beim Essen sitzt. Viele Menschen spüren nicht mehr, dass sie eigentlich satt sind und essen weiter. Normalerweise haben wir ein Sättigungsgefühl, das durch zwei Hormone, die vom Fettgewebe ausgeschüttet werden, reguliert wird: Leptin und Adiponektin. Sie regulieren das Hungergefühl und die Nahrungsaufnahme.
    geschieht es häufig, dass die Nervenzellen im Gehirn bei Übergewichtigen schlapp machen und es kommt zur Leptinresistenz. Somit haben wir keine Hemmung des Appetits, wenn wir satt sind, sondern es besteht ein ständiges Hungergefühl. Das bewirkt allerdings, dass das Bauchfett immer mehr und der Bauch immer dicker werden.

     

    Aber auch seelische Ursachen

    … wie Ängste, Ärger und Stress, Kindheitstraumen, Liebeskummer etc. sind häufig für ein gestörtes Essverhalten verantwortlich. Bestimmte Ereignisse aus der Kindheit- ob Probleme in der Schule, innerhalb der Familie oder Verunsicherungen des Selbstwertgefühls, Bestrafungen oder Belohnung – können Auslöser für Essstörungen sein.
    Führende Forscher sind inzwischen davon überzeugt: Übergewicht entsteht nicht im Körper, sondern im Kopf.
    Belastende Konflikte auflösen. Mehr dazu ›

    Was macht das Zucker mit unserem Gehirn?

    Zucker macht süchtig und wirkt wie eine harte Droge! Wie sich in Studien gezeigt hat, gibt es zwanghafte Schaltkreise im Gehirn, die uns zur Zuckersucht verleiten. Eine Nebenwirkung des Zuckerkonsums ist jedoch nicht nur eine Gewichtszunahme, auch Darmpilze ernähren sich bevorzugt von Zucker und können sich somit explosionsartig im Darm vermehren, was in einer Stuhluntersuchung nachgewiesen werden kann.
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    Und dann beginnt ein Circulus vitiosus: je mehr Zucker wir essen, desto mehr Darmpilze. Und je mehr Darmpilze wir haben, desto größer ist deren Hunger auf Zucker. Folge sind unglaubliche Zucker-Gelüste, ohne dass wir wissen, warum.
    Die Wingwave ® -Methode ist dabei ein Werkzeug, das diese Verbindungen im Gehirn lösen kann, so dass eine gesunde Ernährung möglich sein kann.
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    Insulinresistenz

    Von Insulinresistenz sprechen wir, wenn das Blutzucker senkende Hormon Insulin weniger als erwartet wirkt.
    Nach jeder Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel, und die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, um den Zucker in die Zellen zu schleusen und so den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.
    Zu häufige und sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten führen jedoch dazu, dass ständig Insulin ausgeschüttet wird. Das ständige Umspülen der Zellen mit Insulin sorgt dafür, das die Rezeptoren, die für die Aufnahme des Insulins zuständig sind, unempfindlich werden und nicht mehr reagieren. So schützt sich die Zelle.
    Diese häufig nicht erkannte Insulinresistenz ist eine Vorstufe des Diabetes mellitus und begünstigt noch viele andere Stoffwechselstörungen und Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßleiden, Fettleber, Gedächtnisschwäche etc., die unter dem Begriff „metabolisches Syndrom“ zusammengefasst werden.
    Eine Besserung der Insulinsensivität bzw. der metabolischen Situation kann durch eine gesunde Ernährung mit Gewichtsreduktion, Sport und Stressabbau erfolgen.

    Laborparameter zur Feststellung einer Insulinresistenz

    Um frühzeitig eine Insulinresistenz feststellen zu können, kann im Labor der HOMA-index bestimmt werden.
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    Für wen könnte eine Ernährungsumstellung interessant sein?

    • Für Menschen, die an chronischen Erkrankungen (Bluthochdruck, Allergien, Diabetes, Migräne, Schlaflosigkeit, Infektanfälligkeit etc.) leiden
    • Zur Stabilisierung des Hormonsystems bei Menschen mit regulativen Störungen.
    • Zur Vorbeugung chronischer Krankheiten (laut WHO).
    • Für Menschen, die an einer dauerhaft guten Ernährung interessiert sind und ihrem Körper etwas Gutes tun wollen.
    • Für alle, die mit einer gesunden Ernährung Medikamente reduzieren wollen (diese Reduktion sollte allerdings grundsätzlich nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen).

     

    Wer richtig isst, kann Krankheiten vermeiden

    Übrigens: Gesunde Ernährung macht glücklich! Neueste Forschungen haben ergeben, dass es auch einen Zusammenhang zwischen Darm und unseren Emotionen gibt. Was wir also essen, beeinflusst nicht nur unseren Körper sondern auch die Psyche.
    Nicht nur die richtigen Nahrungsmittel, sondern auch das Immunsystem und sogar das Mikrobiom des Darms scheinen dafür verantwortlich zu sein. Somit können Sie mit der richtigen Ernährung nicht nur Ihren Darm sanieren, sondern darüber hinaus positiven Einfluss auf Ihre Psyche haben.