Homöopathie

Homöopathische Anamnese

In der Praxis erfolgt zunächst das Erstgespräch. Dafür nehmen ich mir Zeit für Sie, je nach Problematik 1 ½ bis 2 Stunden. In der Homöopathie wird besonderes Augenmerk auf den Auslöser bzw. die Ursache der Erkrankung gelegt. Und dafür ist die Anamnese besonders wichtig.
Haben die Beschwerden zu einem bestimmten Zeitpunkt angefangen? Was ist vor Beginn der Beschwerden geschehen? Todesfall, Schreck, Unfall, Mobbing, Entlassung, Geldverluste oder sind chemische Arzneimittel gegeben worden, auf die Sie mit Symptomen reagiert haben? Wie  ist die Schmerzqualität Ihrer Beschwerden? Wodurch werden  gebessert und wodurch verschlechtert? Diese Fragen sind für Sie, wenn Sie noch nie beim Homöopathen waren, vielleicht recht ungewöhnlich, denn solche Fragen werden beim Arzt nie gestellt. Für uns Homöopathen sind jedoch diese Informationen sehr wichtig. Besonders aber ungewöhnliche, außergewöhnlich Symptome oder Beschreibungen von Symptomen sind wichtig  für mich und werden in die Repertorisation – das heißt in die Auswertung – mit einbezogen.

 

Was ist das – Klassische Homöopathie? 

Die Klassische Homöopathie ist meines Erachtens eine der tief greifendsten Therapien überhaupt. Sie ist eine ganzheitliche Behandlungsform, bei der nicht nur bei Störungen des Körpers, sondern auch des Gemüts und der Seele einbezogen werden.
Der Begründer der Klassischen Homöopathie – Dr. Samuel Hahnemann – erkannte durch Selbstversuch, dass eine Arznei nur dann heilen kann, wenn die Symptome des Patienten mit den Symptomen übereinstimmen, die das Heilmittel einem gesunden Organismus verursachen kann (Ähnlichkeitsgesetz).
Ein Beispiel dazu: Wenn Sie eiskalte, fast schon weiße Hände haben und diese ca. 15 Sekunden in den Schnee stecken und dann wieder herausziehen, werden Sie feststellen,  dass die danach Hände gerötet und stark durchblutet sind. Das ist „‚Ähnliches mit Ähnlichem“ heilen.
Für den Homöopathen ist es wichtig, möglichst viel über den Menschen und seine Beschwerden zu erfahren, um den Patienten in seiner Gesamtheit zu begreifen. Der Charakter, die Gewohnheiten, die psychischen als auch körperlichen Beschwerden werden erfasst, um schließlich ein Mittel zu finden, das diesen Symptomen entgegenwirkt

REGULATION MIT HOMÖOPATHIE

Jeder Organismus bemüht sich, im Gleichgewicht zu bleiben. Störende Einflüsse (Schocksituationen, Verkühlung etc.) lösen Regulationsvorgänge wie z.B. Fieber oder Entzündungen aus. Fieber ist ja bekanntlich ein Mechanismus, dessen sich unser Körper bedient, um Erreger im Organismus zu bekämpfen. Die Erhöhung der Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge und unterstützt damit unser Immunsystem bei der Abwehr. Leichtes Fieber sollte deshalb auch nicht gleich medikamentös gesenkt werden.
Die Homöopathie hat das Ziel, die körpereigene Regulation zur Selbstheilung anzuregen. Die richtig gewählte homöopathische Arznei ersetzt nicht unmittelbar fehlende Stoffe, sondern sie greift regulierend in die zentralen Steuerungsvorgänge des Organismus ein.

ERSTREAKTION

Nach der Arzneigabe antwortet der Organismus oft mit einer Reaktion.  Diese Erstreaktion tritt häufig bei akuten Erkrankungen auf. Bei einem fieberhaftem Infekt kann sich dies in Form von vermehrtem Urinieren, stärkerem Schwitzen oder vermehrtem Schlaf zeigen.

IHRE INDIVIDUELLE THERAPIE

»Was hat Dir die Homöopathin gegeben? Das Mittel kauf ich mir auch!«
Es gibt in der Homöopathie kein Arzneimittel, das man einfach so empfehlen kann, weder bei akuten noch bei chronischen Erkrankungen.
Allerdings gibt es Arzneimittel, die bei bestimmten Verletzungen sehr bewährt sind. Arnica zum Beispiel, das bei stumpfen Verletzungen gebraucht wird, wirkt schmerzstillend, abschwellend, resorbiert Blutergüsse und fördert die Heilung.

POTENZEN

Die Homöopathie braucht Heilmittel in sehr kleinen Mengen, vorbereitet nach den Prinzipien der Potenzierung (Verdünnung und Verschüttelung). Durch diese Potenzierung ist die Homöopathie die ideale Behandlungsform für jedes Alter (Säuglinge und Schwangere inbegriffen).